Dienstag, 17. Dezember 2013

Ein großer schwarzer See

Abb. 1: 150 Jahre Erdölförderung (1861-2011)
Die Rechnung ist im Grunde einfach: Seit dem Beginn der modernen Erdölförderung 1855 erlebte diese Branche ein rasantes Wachstum, insbesondere in der Nachkriegszeit gingen die Förderzahlen steil hinauf. Im Zeitraum von 1861 bis 2011 wurden insgesamt 169.264 Millionen Tonnen Erdöl gefördert (1).
Bei einer angenommenen Dichte von 0,883 t/m3 beträgt das Volumen der Gesamtmenge 191,69 km3. Dies entspricht ziemlich genau dem vierfachen Wert des Wasservolumens des Bodensees  von 48,5 km3 (194 km3). Bei einem Verbrauch wie 2011 wäre diese Menge zudem schon innerhalb von 42 Jahren aufgebraucht worden.
Da der weitaus größte Teil des Rohöls (über 90%) zu verschiedensten Kraftstoffen weiterverarbeitet wird, welche letztendlich verbrannt werden, ist davon auszugehen, dass auch das geförderte Erdöl weniger in Erdölprodukte gebunden ist, sondern als Verbrennungsprodukte an die Atmosphäre abegegeben wurde. Nicht berücksichtigt sind hierbei freilich Kohle, Erdgas und Biomasse.

Update 17. Dezember 2013: erweiterte Infografik

Abb. 2: Erdöl - was bisher geschah

(1) Daten vom International Institute of Social History, zit. n. Wikipedia; im besonders relevanten Zeitraum ab 1965 ident mit jenen von BP.